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Brandenburg wird abgeholz!

(PM, Compact e.V., Verden v.3.4.22) Seit Jahren wird über die Schutzwürdigkeit, aber auch den schlechten Zustand – insbesondere unserer Laubwälder – berichtet und geredet. Trotzdem werden gerade hier im Norden Brandenburgs, verstärkt in den letzten Jahren aus rein kommerziellen Gründen, Laubmischwälder – teilweise viele Jahrzehnte alt – einfach flächendeckend abgeholzt! Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob sich die Flächen in einem Landschaftsschutzgebiet oder Naturpark befinden! Das alles passiert nicht etwa ausschließlich in privaten Wäldern (dort natürlich auch), sondern in großem Stil auf Flächen, die sich in öffentlicher Hand befinden! Diese Tendenz zur grenzenlosen kommerziellen Ausbeutung unserer Wälder ist allerdings bundesweit zu verzeichnen! Es geht hier nicht um Kiefermonoplantagen, sondern um über Jahrzehnte gewachsene Laubwälder! Es wird Jahrzehnte dauern, bis sich die Wälder davon wieder erholen.

Schädlinge und Trockenheit setzen unseren Wäldern ohnehin schon genug zu. Den Rest erledigt dann der ein oder andere Sturm – wir können es uns daher nicht leisten, den Rest einfach abzuholzen! Hinzu kommt, dass beim Abholzen der Wälder durch die schwere Technik der Boden stark verdichtet und die niedere Vegetation nachhaltig geschädigt werden!

Nötig ist deshalb eine konzeptionelle Neuausrichtung der Waldbewirtschaftung, die mehr auf Erhalt denn auf Holzeinschlag gerichtet ist!

Wir fordern einen sofortigen Stopp des Einschlages von gefährdeten einheimischen Baumarten, allen voran Buche und Eiche. Nötig ist ein viel strengerer und umfassenderer Schutzstatus der LSG (Landschaftsschutzgebiete) als es heute der Fall ist!

 

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